Liebe Dorfgemeinschaft, wir müssen euch sagen: Wir Krähen fliegen immer noch regelmäßig übers Dorf und haben im August gesehen, dass das Leben im Dorf doch viel Lebenswertes zu bieten hat.

So feierte die Familie Kemp Goldene Hochzeit und für mich als altgedienter Stadtbewohner war dies doch etwas Neues. In der Stadt gratuliert man, wird zur Feier eingeladen oder nicht, du falls nicht, dann zum Nachfeier-Kaffee. Und so war ich überrascht, wie schön und harmonisch doch eine Goldene Hochzeit auf dem Dorf begangen wird.

Das erste Event war das binden der Rosen, welche aus goldenem Krepppapier gefaltet wurden. Hierzu traf sich die nähere Nachbarschaft zusammen mit den Familienangehörigen und Abgeordneten der Dorfgemeinschaft. Insgesamt waren ca. 20 Personen mit dem Blumenbinden beschäftigt und wurden mit Getränken und Plätzchen bewirtet. Auch der zwischenzeitlich einsetzende Regen störte die gute Stimmung nicht und so war schnell die Arbeit erledigt.

Danach holten dann einige Männer viel Grünes aus dem Wald und man traf sich wieder zum Kranz und Girlanden binden. Dieses Mal waren sogar noch mehr Menschen gekommen und die Arbeit ging mit viel Spaß flott von der Hand.

Am Tag danach, dem Tag vor der goldenen Hochzeit, wurde dann der Hochzeitsbogen aufgestellt. Hierzu trafen sich Angehörige, Nachbarn und Freunde bei Familie Kemp. Einige wenige bauten den Bogen auf und sie profitierten von hunderten gutgemeinten Ratschlägen wie man den Bogen am besten aufbaut. Das Wetter spielte auch gut mit und nach einem kurzen Schauer blieb es dann trocken. Das reichlich fließende Bier und die leckeren Grillwürstchen spornten die Zuschauer zu noch mehr theoretischen Ratschlägen an, so dass nach wenigen, vielleicht auch ein paar mehr Minuten, der Bogen endlich stand. Ein wahres Prachtstück!

So macht das Dorfleben wirklich Spaß. Ein Lob dem Goldhochzeitpaar und allen, die zum Gelingen der Nachmittage und Abende mitgeholfen haben.

 

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