Braschoss

Braschoss, das einstige "Brahtschozzin". Die ehemals zum Amt Lauthausen zählende Gemeinde Braschoss ist seit 1955 durch den Gebietsveränderungsvertrag der Stadt Siegburg einverleibt (siehe Nachtrag am Schluss).

Erstmals wurde die Honschaft Braschoss in den Aufzeichnungen der Abtei Siegburg (1166) erwähnt, da diese hier den Zehnten erhob. Im Memorienbuch des Klosters Bödingen (1449) ist ein Hof verzeichnet, der durch das Kloster verwaltet wurde, jedoch im Zuge der Säkularisation versteigert wurde. Bei gleichzeitiger Aufhebung des Klosters in Seligenthal, wurde Braschoss seitens der Regierung in einem Flügel des Klostergebäudes ein Schulraum und später eine Lehrerwohnung eingerichtet.

Nachdem Seligenthal Pfarrei geworden war, Pilger und Wallfahrer wieder zunahmen, konnte es 1878 von der Gemeinde Braschoss die Klosterräume für 1000 R. M. zurückkaufen.

Durch Schulneubau in Kaldauen, wurden die Kinder von Braschoss ab sofort dort unterrichtet.

Gut 10 Jahre später baute Braschoss eine eigene Schule. Ein langersehnter Wunsch ging in Erfüllung: den Kindern war ein weiter Anmarschweg erspart. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Braschoss durch den Umbau der Kapelle zur Rektoratspfarre. Die Neukonsekrierung fand am 30. 11. 1968 statt. Aber schon 17 Monate früher, am 18. 6. 1967, durfte das Messopfer gefeiert werden.

Nunmehr wandern wir wieder talwärts und beschreiten die ca. 50 Meter hohe Staumauer, die gleichzeitig als Dammstraße beide Ufer verbindet zur WAHNBACHTALSPERRE.